Irritiert zeigt sich VP+ WB Bezirksobmann Peter Seiwald über die Kritik des ÖGB an den Bedingungen für Pendler im Bezirk Kitzbühel. „Einerseits sind die Forderungen nicht neu und die Probleme lange bekannt, andererseits kann ich keine Lösungsansätze der Gewerkschaft erkennen, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen“, so Seiwald in einer ersten Reaktion. Hier werde Politik des alten Stils betrieben, die einer moderne Sozialpartnerschaft nicht gerecht wird.

Zur Kritik an der Umsteigenotwendigkeit und angeblich langer Wartezeiten am Bahnhof Wörgl erinnert Seiwald an die kürzlich erfolgte Umsetzung einer jahrelangen VP-Forderung nach einem Taktverkehr aus dem Bezirk Kitzbühel in die Landeshauptstadt. „Zwar sind die Anbindungen nach Kundl und Schaftenau noch effizienter zu gestalten, die ÖBB haben für den neuen Fahrplan bereits Verbesserungen zugesagt“, erinnert Seiwald an einen Diskussionsabend in Kitzbühel vom März dieses Jahres.
Dem Argument, dass Werksbusse für Betriebe keine Alternative seien, entgegnet der Bezirksobmann: „Die Firma Egger in St. Johann fungiert hier als Vorzeigebetrieb und zeigt, dass diese Möglichkeit funktionieren kann.“

Abschließend appelliert Seiwald an den ÖGB, lösungsorientierte Politik zu betreiben, anstatt leere Worthülsen zu verwenden. „Wir arbeiten konstruktiv für den Bezirk und die Region weiter. Ich darf die Gewerkschaft einladen, sich an dieser Arbeit positiv zu beteiligen“, schließt der VP-Bezirksparteiobmann.